Ausbildung für Industriekaufleute

Im Gespräch mit Jacqueline Rouland, 21 Jahre, und Josef Kmiecinski, 19 Jahre jung. Beide Kollegen sind Industriekaufleute im 1. Ausbildungsjahr (Start August 2017).

Ihr allererster Tag in der Ausbildung. Wie war Ihr erster Eindruck?

Josef Kmiecinski: Ladys first!

Jacqueline Rouland: Viel Neues. Sehr aufregend! Viele Eindrücke auf einmal. Der Rundgang war toll. Wir haben ein Gefühl bekommen für das, was die Kollegen in der Produktion und im Labor leisten. Ich konnte mir natürlich nicht alle Namen merken, so viele Kollegen sind mir vorgestellt worden.

Josef Kmiecinski: Erst mal aufregend. Ich wusste ja nicht, wie ich aufgenommen werde. Nach dem Rundgang hatte ich erst mal eine kleinere Aufgabe. Sechs Wochen später fühle ich mich wie ein Teil vom Ganzen. Wir bekommen ja nicht nur „Azubiaufgaben“, sondern sind wie alle anderen Kollegen im Tagesgeschäft eingebunden. Dadurch fühlt man sich auch gefordert und nicht überflüssig.

Von der Schule in die Ausbildung – war das eine große Umstellung für Sie?
Jacqueline Rouland: Ich habe vorher studiert, vom Pensum war das also keine Umstellung für mich. Im Gegenteil, ich genieße es, geregelte Arbeitszeiten zu haben.

Josef Kmiecinski: Ich wohne ziemlich nah an meiner alten Schule. Früher habe ich das Haus um kurz vor Acht verlassen. Jetzt muss ich um halb Sieben los - mein Tag ist also viel länger. Klar, das war am Anfang schon eine große Umstellung. Aber daran gewöhnt man sich schnell. Freitags ist es hier schon fast wie zu Schulzeiten: In meiner jetzigen Abteilung arbeite ich da nämlich von 7 bis 12 Uhr mittags. Das weiß man dann schon zu schätzen.

Wie sind Sie denn überhaupt auf Alberdingk Boley gekommen?

Jacqueline Rouland: Ich wollte unbedingt eine Ausbildung zur Industriekauffrau machen und habe rund 30 Bewerbungen geschrieben. Natürlich habe ich mich vorher schlau gemacht. Über Alberdingk Boley wurde mir viel Positives berichtet, ich wusste vorher schon, dass man hier keine Nummer ist, sondern die Mitarbeiter tatsächlich geschätzt werden.

Josef Kmiecinski: Während meiner Schulzeit habe ich ein Praktikum im kaufmännischen Bereich gemacht, das hat zu meinem Berufswunsch geführt. Über ein Ausbildungsstellenangebot bin ich auf Alberdingk Boley gekommen. Ich habe einige Bewerbungsgespräche geführt, aber bei Alberdingk hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Es war irgendwie ein bisschen persönlicher. Als dann der Anruf kam mit der Zusage, habe ich mich sehr gefreut und meine Bewerbungen bei den anderen Unternehmen gleich zurückgezogen. Und ich habe es bis heute nicht bereut!

In welcher Abteilung arbeiten Sie momentan?

Jacqueline Rouland: Ich bin zurzeit im Einkauf und arbeite mit an einem Projekt, bei dem es darum geht, Lieferanten zu vergleichen. Wir wollen das bestmögliche Angebot herausfiltern. Auf Basis dieser Analyse werden später Verhandlungen geführt. Genauso spannend finde ich auch die Koordination der Schiffe. Kürzlich durfte ich mit einem holländischen Kapitän telefonieren. Am Anfang konnte ich ihn kaum verstehen (lacht), aber am Ende hat es dann doch geklappt und wir konnten uns verständigen.

Josef Kmiecinski: Ich bin momentan im Betriebsbüro. Gleich nebenan ist das Meisterbüro. In diesem Bereich ist man ganz nah dran am Geschehen in der Produktion. Ich buche die Bestände in der Produktion, den Wareneingang und Ausgang. Wir sind in enger Abstimmung mit dem Lagerwesen. Die Kollegen sind sehr nett. Es herrscht ein lockerer Umgangston, ich fühle mich sehr wohl!

Wann wechseln Sie die Abteilung?

Jacqueline Rouland: Nach dem ersten Block. Wir sind ab Dezember für ungefähr acht Wochen in der Schulphase. Danach bin ich im Bereich Finanzen & Verwaltung.

Josef Kmiecinski: Nach dem Schulblock wechsele ich ins TOM-Team. Die Abkürzung steht für Team Order Management, da dreht sich alles um Bestellungen und die logistische Abwicklung.

War die Ausbildung die richtige Entscheidung für Sie?

Jacqueline Rouland: Für mich war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Ich wollte eine solide Basis für meinen beruflichen Werdegang. Endlich mal was Praktisches! Ich fühle mich wohl hier.

Josef Kmiecinski: Auf jeden Fall. Ich war vorher auf der Höheren Handelsschule, dort habe ich schon viel Theoretisches gelernt. Ich wollte unbedingt was Praktisches machen, hier kann ich das! Bei Alberdingk Boley bekommt man sehr viel Praxis aus dem täglichen Geschäftsleben. Ich glaube, das ist gar nicht so selbstverständlich. Ich habe mich mit Freunden unterhalten, die auch in der Ausbildung sind, da ist das wohl anders.

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Noch ein Interview mit Industriekaufleuten in der Ausbildung

Im Gespräch mit Jan Bongartz, 18 Jahre, und Laura Müntjes, 19 Jahre, Auszubildende Industriekaufleute im 1. Ausbildungsjahr (Start August 2015)

Ihr allererster Tag in der Ausbildung. Wie war Ihr erster Eindruck?
Jan Bongartz: Aufregend! Ich wurde sehr freundlich empfangen - ich habe mich sofort wohl gefühlt.
Laura Müntjes: Das ging mir genauso. Sehr viele Menschen auf einmal. Alle total nett, das hätte ich so gar nicht erwartet. Ich fühlte mich sofort gut aufgehoben und wusste gleich, hier bin ich richtig.

Und wie ist es jetzt?
Jan Bongartz: Sogar noch besser! Nach einem Monat fühle ich mich schon voll integriert, ein bisschen wie in einer großen Familie. Die Kollegen und die anderen Mit-Azubis sind sehr nett, immer hilfsbereit. Meine erste Station ist das Betriebsbüro. Dort bearbeite ich die Prozessaufträge. Ich darf schon relativ selbstständig arbeiten, das macht mir richtig Spaß.
Laura Müntjes: Die Erfahrung vom ersten Tag hat sich bestätigt. Ich finde es sehr gut, dass man von allen Abteilungen einen Einblick bekommt. Zuerst war ich im Empfang eingesetzt. Das ist die erste Anlaufstelle für Besucher, ähnlich wie die Rezeption in einem Hotel. Für mich hatten diese vielen Begegnungen einen positiven Nebeneffekt: Meine anfängliche Nervosität hat sich schnell gelegt. Im Moment bin ich im Bereich Finanzen und Verwaltung. Mein Tag beginnt mit der Sortierung der Eingangspost. Hier erhalte ich einen guten Überblick über die einzelnen Vorgänge im Unternehmen. Die ein- und ausgehenden Rechnungen werden durch meine Kolleginnen gebucht. Sie erklären mir, wie das funktioniert. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass ich nie allein gelassen werde. Ich kann immer fragen. Das gefällt mir.

Wie geht es weiter?
Jan Bongartz: In einem Monat steht für mich der Abteilungswechsel an, dann werde ich für drei Monate im TOM sein. Die Abteilung steht für Team Order Management, sie beschäftigt sich mit Produktionsplanung und logistischen Abläufen. Danach folgen weitere Abteilungen. Am Ende der Ausbildung bildet sich aus vielen Puzzleteilen ein großes Ganzes – so ist der Ablauf in der Praxis.
Laura Müntjes: Die nächste Abteilung, die ich nach meinem Blockunterricht kennen lernen werde, ist der Verkaufsinnendienst. Darauf freue ich mich auch schon.

Und im Großen und Ganzen?
Jan Bongartz: Jede Abteilung bringt neue Herausforderungen und auch Spaß mit sich. Der praktische Teil wird hier im Unternehmen vermittelt, der theoretische Teil im Blockunterricht an der Kaufmannsschule. Meine, oder sagen wir besser, unsere erste Blockphase beginnt im Dezember. Ganz neu sind diese Fächer nicht für mich, ich habe zuvor die Höhere Handelsschule besucht. Alles in allem kann ich sagen: Ich habe für mich den passenden Ausbildungsberuf ergriffen und hier bei Alberdingk Boley bin ich genau richtig!
Laura Müntjes: Mich hat Chemie schon immer schon interessiert, das Kaufmännische liegt mir im Blut, also habe ich nach einer kaufmännischen Ausbildung im Chemiebereich gesucht. Mir war es auch wichtig, einen Beruf zu finden, bei dem ich mich weiterbilden kann, der also weitere Perspektiven bietet. Die Ausbildung zur Industriekauffrau hier bei Alberdingk Boley ist genau das Richtige für mich. Hier fühle ich mich wohl.

Das freut uns. Haben Sie einen Tipp für Bewerber?
Jan Bongartz: Ich habe mich ziemlich früh beworben, ein gutes Jahr im Voraus. Mit meiner Bewerbung habe ich mir viel Mühe gemacht, mich zuvor mit meinem Ausbildungsunternehmen auseinander gesetzt und den Text entsprechend formuliert. Ich habe eine schöne Bewerbungsmappe besorgt, ein gutes Foto machen lassen … und mir viel Glück gewünscht. Was soll ich sagen? Es hat funktioniert.
Laura Müntjes: Wichtig ist die Vorarbeit: Zuerst sollte man sich mit dem Berufsbild auseinandersetzen und herausfinden, ist es der richtige Beruf für mich. Bei der Bewerbung habe ich mich zunächst mit dem Unternehmen auseinandergesetzt, meine Bewerbung darauf abgestimmt, diese zur Kontrolle meiner Lehrerin und meinen Eltern vorgelegt. Zum Schluss habe ich sie abgesandt, übrigens auch relativ früh, gleich nach den Sommerferien. Dann ging alles ganz schnell, ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen, und zwei Wochen später kam dann die gute Nachricht. Über die Zusage habe ich mich sehr gefreut und genau genommen freue ich mich noch heute darüber.

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