Informatik in der Chemie. Klingt komisch? Macht aber Spaß!

Azubi Fachinformatiker Systemintegration bei Alberdingk Boley

Im Gespräch mit Nils Koch, 22 Jahre, Auszubildender Fachinformatiker Systemintegration, zum Zeitpunkt des Interviews im 1. Ausbildungsjahr

Was hat Sie dazu gebracht, sich genau diesen Ausbildungsberuf auszusuchen?
Nils K. Technologie und Computer waren schon immer faszinierend für mich. Mit 16 habe ich meinen ersten Computer selbst gebaut. Welche Teile möchte ich haben, wie funktioniert das? Ich habe die Komponenten zusammengestellt und viele Anfängerfehler gemacht. Fehler, die ich heute nicht mehr machen würde, weil ich es zwischenzeitlich besser weiß.

Was ist denn schief gelaufen?
Nils K. Es hat alles funktioniert, aber der CPU-Kühler war im Weg.

Wozu braucht man einen CPU-Kühler?
Zur Abkühlung für die CPU. Die CPU führt alle Operationen und Berechnungen aus, die im Computer stattfinden.

Dann ist die CPU sozusagen das Hirn für den Computer?
So kann man es sehen. Die CPU ist die zentrale Rechen- und Steuereinheit eines Computers. Sie muss ordentlich gekühlt werden. Also habe ich einen großen Kühler besorgt und ihn eingebaut - er passte auch wunderbar. Aber als ich den Deckel schließen wollte, ragte er um einen Zentimeter heraus und die Kiste ließ sich nicht mehr schließen.

Auweia!
Nils K. (lacht) Genau! Am Ende musste ich einen neuen CPU-Kühler kaufen, damals kostete er 70 Euro. Das ist viel Geld für einen Schüler. Eine prägende Erfahrung ... das passiert mir nie wieder. Dieser PC funktioniert übrigens auch heute noch wunderbar. Aber um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen, IT-Themen haben mich schon immer begleitet. Klar hätte ich auch studieren können, aber nach der Schule wollte ich endlich ins Berufsleben starten, das war mein oberstes Ziel. Studieren kann ich später noch immer berufsbegleitend.

Wie sind Sie auf Alberdingk Boley als Ausbildungsunternehmen gekommen?
Über das Berufsinformationszentrum, das sogenannte BIZ, der Agentur für Arbeit. Dort habe ich mir Adressen geben lassen von offenen Ausbildungsstellen.

Wieviel Bewerbungen haben Sie geschrieben?
Zwei! Und zwei Zusagen erhalten! Offen gestanden habe ich das nicht erwartet, denn ich war spät dran mit meiner Bewerbung. Ich war überglücklich, dass ich die Stelle bei Alberdingk Boley bekommen habe.

Ihr allererster Tag in der Ausbildung. Wie war Ihr erster Eindruck?
Nils K. Ich war natürlich total aufgeregt. Mir wurde alles gezeigt, ich lernte das Team kennen und durfte meinen Arbeitsplatz einrichten – und dann war der Tag auch schon um. Ich bin nach Hause gefahren und war glücklich.

Sie durften recht schnell eigene Aufgaben übernehmen. Stichwort firmeninternes Fernsehen …
Nils K. Stimmt, das hat mich überrascht. Mich freut sehr, dass ich hier schon viel Verantwortung übernehmen darf.

Von der Schule in die Ausbildung – war das eine große Umstellung für Sie?
Diese Umstellung hatte ich nicht, weil ich vor der Ausbildung noch ein FSJ (freiwilliges soziales Jahr) absolviert habe. Ich habe also schon vorher gearbeitet, von daher war die Umstellung nicht so groß.

Wann wird Ihnen Theorie vermittelt in der Berufsschule?
Nils K. Jede Woche mittwochs in Uerdingen am Berufskolleg und jede zweite Woche am Dienstag in der Kaufmannsschule Krefeld.

Sind Sie gern in der Schule?
Macht Spaß, wir programmieren da - aber die Arbeit in der Praxis gefällt mir besser.

Sie verdienen Ihr erstes Geld, richtig?
Nils K. Stimmt. Ich bekomme 850 EUR im ersten Ausbildungsjahr, damit liege ich übrigens über dem Klassendurchschnitt.

Alles in allem, war die Ausbildung der richtige Schritt für Sie?
Nils K. Ja!

Ist Alberdingk Boley das richtige Unternehmen für Sie?
Nils K. Auf jeden Fall! Ich wollte nicht in ein Systemhaus, also zu einem externen Dienstleister, der z.B. kleinere Unternehmen unterstützt. Ich wollte einen festen Arbeitsplatz haben – und den habe ich bekommen. Weil ich mich schon immer für Chemie interessiert habe, fand ich die Verknüpfung passend. Informatik in der Chemie, klingt komisch, macht aber Spaß.

Wie ist die Atmosphäre hier im Unternehmen?
In meiner Abteilung ist sie ziemlich gut. Ich fühle mich sehr wohl hier und die Kollegen sind durchweg hilfsbereit. Ich bin genau richtig bei Alberdingk Boley!

Vielen Dank für das Interview!